Veranstaltungshinweise

150 150 Ella P. - Lokaler Aktionsplan im SHK

Thüringer Demokratiepreis 2021

Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit

Mit der Auslobung des Preises wird besonderes Engagement in der Arbeit für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit ausgezeichnet. Der Thüringer Demokratiepreis versteht sich als Beitrag für die öffentliche Wertschätzung und Anerkennung von Menschen, Vereinen und Initiativen, die aktiv für ein demokratisches Miteinander eintreten und dabei neue Ideen umsetzen. Es können Initiativen, Vereine und Verbände, regionale Projekte sowie Einzelpersonen ausgezeichnet werden.

Für den Demokratiepreis kann man bis zum 31. Juli 2021 vorgeschlagen werden oder sich selbst bewerben. Die Verleihung umfasst drei Hauptpreise und vier Anerkennungspreise. Die Hauptpreise sind mit jeweils 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert, die vier Anerkennungspreise mit je 500 Euro. Die Auswahl der Preistragenden erfolgt durch eine Jury unter Vorsitz des Bildungsministers mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bürgerbündnissen, Medien, Wissenschaft, Wirtschaft, Sozialverbänden und Kirchen sowie junger Menschen.

Die Preisverleihung findet voraussichtlich am 29. November 2021 in Erfurt statt.

Weitere Informationen und Bewerbungs- bzw. Vorschlagsbogen hier.

30.06.2021, 17:00 Uhr
Demokratiegefährdungen in der Coronakrise. Vorstellung des neuen Bandes der IDZ-Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“

Online-Veranstaltung

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ)

Am 30. Juni 2021 erscheint Band 9 der Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ (WsD) mit einem Schwerpunkt auf die Herausforderungen für die Demokratie und Zivilgesellschaft, die sich aus der Corona Pandemie ergeben.

Im Band beleuchten die Autor:innen u.a. folgende Fragen: Wie nutzen welche antidemokratischen Akteur:innen die Coronakrise in Thüringen aus? Welche Folgen hat die Krise auf die demokratische Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und erfahren Rechtsextremismus, Populismus und Verschwörungsideologien neue Resonanz? Die IDZ-Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ ist ein Instrument für den kontinuierlichen Transfer von Beobachtungen, Erfahrungen, Analysen und Befunden zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik, um menschenfeindliche und demokratiegefährdende Phänomene von unterschiedlichen Standpunkten zu beleuchten.

Der neue Band wird ab 17 Uhr live online vorgestellt und drei Autor:innen geben Einblicke in ihre Beiträge – zu Fake-News und Verschwörungserzählungen, zur Perspektive der Opferberatung sowie zur extremen Rechten in Thüringen. Im Anschluss besteht Gelegenheit, in drei virtuellen Gesprächsräumen (Deep Dive Sessions) mit den Autor:innen und anderen Veranstaltungsteilnehmer:innen ins Gespräch zu kommen.

Referent:innen:

  • Dr. Axel Salheiser (IDZ): Vorstellung des neuen Bandes der IDZ-Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“
  • Prof. Dr. Wolfgang Frindte (Friedrich-Schiller-Universität Jena): „Fake-News und Verschwörungserzählungen in Corona-Zeiten“
  • Theresa Lauß (ezra): „Perspektive der spezialisierten Opferberatung – Problemfelder Rassismus und sekundäre Viktimisierung in der Corona Pandemie“
  • Romy Arnold (MOBIT): „Die extreme Rechte in Thüringen während der Corona Pandemie – zwischen Nachbarschaftshilfe, Verschwörungsmythen und Pandemieleugnung“

Eine aktive Teilnahme an der Veranstaltung ist mit Anmeldung im Videogespräch möglich. Sie können die Veranstaltung auch via YouTube-Livestream verfolgen. Die Deep Dive Sessions sind nur Teil des Videogesprächs.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

17.07.2021, 10:00 Uhr
Ausstellung „Offener Prozess“

Kunstsammlung Jena, Markt 7

Veranstalter: Städtische Museen Jena

Die Ausstellung Offener Prozess widmet sich dem NSU-Komplex und wird im Rahmen des NSU-Themenjahrs „Kein Schlussstrich! Jena und der NSU-Komplex“ gezeigt..

Sie nimmt dabei die Ost-Deutsche Realität insbesondere in Sachsen zum Ausgangspunkt, um eine Geschichte des NSU-Komplexes zu erzählen, die von den Migrationsgeschichten der Vertragsarbeiter:innen und den Kontinuitäten rechter und rassistischer Gewalt und des Widerstandes dagegen ausgeht.

Mit dem Ansatz eines „lebendigen Erinnerns” rückt sie marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt. Dabei werden konkrete Ausformungen wie rechtsterroristische Gewalt, Alltagsrassismus und institutioneller Rassismus in ihren Wechselwirkungen beleuchtet. Ebenfalls werden die Verbindungen zu anderen Formen der Gewalt gegen bestimmte als fremd markierte Personen, wie etwa Antisemitismus, in den Blick genommen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

23.09.2021, 10:00-18:30 Uhr
Fachtagung „Gefährdete Demokratie? Geschichtsrevisionismus, Verschwörtungsmythen und Pandemie-Leugnung“

Zughafen Erfurt, Zum Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und MOBIT

Bei der »Querdenken«-Bewegung oder »Hygiene«-Demonstrationen finden Menschen zusammen, die früher eher selten gemeinsam auftraten. Die politischen Orientierungen dieser neu entstandenen Mischszene sind jenseits des Protests gegen die staatlichen Maßnahmen widersprüchlich. Die radikale Rechte war teils lange auf der Suche nach ihrem Standpunkt zur aktuellen Pandemie-Politik, um sich dann den Protesten anzuschließen. Sie inszeniert sich als ihr militanter Arm und sucht dabei auch die direkte Konfrontation mit der Polizei. Die unverzichtbare Abgrenzung von radikalen Rechten erodiert offensichtlich in der Gesellschaft.

Radikalisierungsprozesse nach rechts sind unübersehbar. Verschwörungsmythen rund um die Ausbreitung des Corona-Virus sind verbreitet und häufig mit antisemitischen Argumentationsmustern verbunden. Teilnehmende der Demonstrationen vergleichen sich mit Verfolgten des Nationalsozialismus, um die aktuelle Regierung als Diktatur anzuklagen. So trägt der Protest auch geschichtsrevisionistische Züge.

Wir wollen gemeinsam mit verschiedenen Expertinnen und Experten über diese aktuellen Entwicklungen sprechen und dabei besonders auf die Bereiche der Verschwörungsmythen, des Antisemitismus und des Geschichtsrevisionismus eingehen.

Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

Eine Anmeldung bis zum 13. September per Post oder Mail wird erbeten.

Den Tagungs-Flyer mit dem vollständigen Programm und Infos zur Anmeldung gibt es HIER (pdf).