Ella P. präsentiert

Lokaler Aktionsplan/Partnerschaft für Demokratie im SHK

„Wir ermuntern jeden Einzelnen: Schauen Sie nicht weg, wenn in Ihrer Umgebung rechtsextreme Haltungen deutlich werden. Widersprechen Sie den einfachen Parolen und menschenverachtenden Vorurteilen. Werden Sie aktiv, wenn Menschen zu Opfern von Gewalt werden!“

Dieser Aufruf ist Teil der „Erklärung zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus“ aller Fraktionen des Kreistages und des Landrates im Saale-Holzland-Kreis sowie auch des „Bündnis für Vielfalt“ im SHK.

Vielfalt im SHK

Der Lokale Aktionsplan (kurz: LAP) VIELFALT im Saale-Holzland-Kreis verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristige integrierte Strategie, die zur Bestärkung von demokratischem Prozessen und gemeinwesenorientierter Beteiligung dient – basierend auf lokaler bzw. regionaler Anbindung. Er ist besonders auf die Förderung von kooperativen Handlungs- und Kommunikationsstrukturen orientiert.

Im Mittelpunkt stehen deshalb vor allem Beteiligungs- und Begegnungsansätze, politische Bildung sowie die Arbeit im präventiv-pädagogischen Bereich. Dabei wird ausdrücklich die nachhaltige Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in den Blick genommen.

Der LAP VIELFALT im SHK wendet sich gegen antidemokratische, nationalistische und menschenverachtende Parolen, Ideologien und darauf ausgerichtete Organisierungsversuche und wirkt aktiv und aktivierend gegen zunehmende Ausbreitung von Intoleranz und Ausgrenzung bis hin zu offenem Neonazismus, Rassismus und damit einhergehender Gewaltbereitschaft.

Die Arbeit des LAP,  in zivilgesellschaftlichen Prozessen und Problemlösungsansätzen, ist ein Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit. Als solche richtet sie sich in ihren Leitlinien ausgehend von demokratischen Grundwerten auf eine menschenwürdige Existenz in weltoffenen und mitgestalteten Lebensräumen, sie ist gleichheits- und menschenrechtsorientiert.

Das formulierte Selbstverständnis für die Arbeit im LAP des SHK setzt auf gesellschaftliche Aktivierung ausgehend von den gegebenen Umfeldern, Ressourcen und Möglichkeiten.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass der Saale-Holzland-Kreis eine weltoffene Region bleibt, in der gemeinsame demokratische Grundwerte, Toleranz und kulturelle Vielfalt positiv bestärkt werden.
  • Wir wenden uns besonders gegen die Herabwürdigung, Ausgrenzung oder Bedrohung von Menschen, die als Flüchtlinge bzw. Migranten im SHK Zuflucht oder Perspektive für ihr Leben suchen.
  • Wir fordern, den Organisierungsversuchen der extremen Rechten im SHK keinerlei Spielraum zu geben und der menschenfeindlichen Propaganda aktiv zu begegnen.

Der LAP ist ein Netzwerk von Projekten, aber auch darüber hinaus gehend von engagierten Akteuren, Aktivitäten und Initiativen im Themenkreis. Die Entwicklung konkreter Ansatzpunkte und Umsetzungsideen erfolgte und erfolgt dezentral durch die vor Ort tätigen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen. Mit jährlichen Rahmenplanungen und Schwerpunktsetzungen für die Arbeit wird dieser gemeinsame Prozess im LAP fortgeführt.

Der strategische Ansatz für alle Zielebenen ist Strukturentwicklung um für die bereits gewonnenen und die potentiellen Akteure bzw. Akteursgruppen schrittweise verbindende, zentrierende und handlungsleitende Faktoren bereit zu stellen, mit denen ein Zielerreichungsprozess für die Leitziele des LAP auf Dauer gestellt werden kann.

Der LAP VIELFALT im SHK wird unterstützt und gefördert durch das Bundesprogramms DEMOKRATIE LEBEN des BMFSFJ und durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit des TMASGFF sowie durch den Saale-Holzland-Kreis.