Ausstellung im SHK: „Der z/weite Blick“

150 150 Ella P. - Lokaler Aktionsplan im SHK

Ab 7. März ist „Der z/weite Blick – Die Ausstellung zu Jugendkulturen und Diskriminierung“ öffentlich in Eisenberg und ab 16. März in Hermsdorf zu sehen – sowie in teilnehmenden Schulen.

„Be cool – don’t hate“: Ein z/weiter Blick auf die Jugendkulturen

Bildungswerk BLITZ zeigt Ausstellung im SHK

 

„Jugendkultur? Klar, kenn‘ ich!“ – Oder eben doch nicht? Es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Lebensgefühl auszudrücken: Hip-Hop, Skateboarding, Techno oder Punk sind als Jugendkulturen etabliert. Daneben gibt es aber auch viele andere Stile, teils weniger bekannte wie Cosplay oder Hijabistas, und nicht zuletzt den sogenannten Mainstream mit seinen Spielarten, der ebenfalls Teil von Jugendkultur ist.

Die Ausstellung „Der z/weite Blick“ informiert anschaulich und unterhaltsam über aktuelle Jugendkulturen. Sie wird gegenwärtig von Bildungswerk BLITZ an verschiedenen Schulen und Orten im SHK gezeigt: Termine und Orte siehe unten.

Unterstützt wird dies durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! sowie durch das Landesprogramm „denk bunt“ und den Saale-Holzland-Kreis. Das Besondere: Die Schau bietet weit mehr als nur eine bunte Bestandsaufnahme:

„Alles Schlampen außer Mutti?“ Die Sprache im HipHop ist oft plakativ – nicht selten aber auch abwertend oder sexistisch. Auch im Mainstream wimmelt es von Rollenklischees und schablonenhaften Vermarktungen. Jugendkultur ist oft nicht nur cool – sondern auch diskriminierend. Ein Beispiel ist Frauenfeindlichkeit im männerdominierten HipHop oder in der Skater-Szene. Jungs aus der eher sanfteren Emo-Szene wiederum werden häufig abwertend als „schwul“ oder als „Mädchen“ bezeichnet.

„Ob Rassismus, Antisemitismus, Sexismus oder Homophobie – wir wollen Jugendlichen, aber auch Eltern und Lehrern einen Einblick in die Problembereiche von Jugendkulturen geben“. Dieser Fokus der Ausstellungsmacher vom Berliner Verein „Archiv der Jugendkulturen“ macht die Ausstellung besonders interessant. Es lohnt sich also unbedingt ein z/weiter Blick:

Ideologisch geprägte Gruppen wie die Identitären oder auch der Bozkurt-Rap eignen sich jugendkulturelle Elemente an, um darüber Hass zu verbreiten. Und in Konzerten von Bands aus der Grauzone zum Rechtsrock bleiben fragwürdige Texte und Posen oftmals ohne Widerspruch. Junge Menschen können davon beeinflusst und geprägt werden. Andererseits bemerken Jugendliche aber auch schnell, wenn der Ton bspw. in den sozialen Medien verroht.

„Be cool – don’t hate“: Sich wappnen gegen Hate Speech und Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – aber wie? Auch dazu gibt die Ausstellung Hinweise und zeigt Lifestyle-Protagonist*innen, wie „Riot Grrrls“ oder „Queers“.

Die Ausstellung ist erarbeitet und herausgegeben von Archiv für Jugendkulturen e.V. – Website zur Ausstellung: hier

Sie wird präsentiert im Rahmen der Angebote des Lokalen Aktionsplans (LAP), dem kreisweiten Projektnetzwerk im SHK, das sich als Partnerschaft für Demokratie für Vielfalt, Teilhabe und Weltoffenheit einsetzt.

Die Termine und Orte:

02. März 2018 – Jobmesse Eisenberg
03. – 06. März 2018 – Friedrich-Schiller-Gymnasium Eisenberg
07. – 09. März 2018 – Ella P. Schaufenster, Ausstellungsladen im Steinweg in Eisenberg
12. – 15. März 2018 – Jugendclub „SCREEN“ und DemokratieLaden in Kahla – Diese Termine entfallen krankheitsbedingt!
13. – 15. März 2018 – Freie Ganztagsschule Milda
16. – 17. März 2018 – Jugendhaus Hermsdorf
19. – 22. März 2018 – Staatl. Gymnasium Johann-Heinrich- Pestalozzi Stadtroda
Pressebericht: hier